31 März 2014 - 19:30
Palästinenser widersetzen sich israelischer Erpressung

Die Führung der palästinensischen Autonomiebehörde hat israelische Angebote und Bedingungen zu einer Verlängerung der aktuellen Friedensgespräche über den Monat April hinaus als "Erpressung" abgelehnt.

Dies sagte ein hochrangiger Vertreter in Ramallah der Nachrichtenagentur AFP. "Israel hat zu Erpressung gegriffen und verknüpft die vereinbarte Freilassung der vierten Gruppe von Häftlingen mit der palästinensischen Zustimmung zur Fortsetzung der Verhandlungen", erklärte der Vertreter in Ramallah.

Die Verhandlungen stehen an einem Wendepunkt. Im konkreten Fall geht es um die bereits vereinbarte Freilassung einer vierten und damit letzten Gruppe von 26 palästinensischen Häftlingen bis Ende März. Israel ist dazu aber nur bereit, wenn Abbas einer Verlängerung der Friedensgespräche zustimmt. Die Frist für diese im Juli vergangenen Jahres wiederaufgenommenen Verhandlungen läuft Ende April ab.

Wie Medien berichtet, versucht Israel auch die USA diesbezüglich zu erpressen.

Die israelische Zeitung "Haaretz" berichtete am Montagabend, dass im Rahmen der Vereinbarung über eine Verlängerung der Gespräche auch der seit mehr als 28 Jahren in den USA inhaftierte israelische Spion Jonathan Pollard freikommen könnte. Ähnliche Berichte wurden jedoch stets von der US-Seite dementiert.

Palästinensische Medien berichten, dass Israel offenbar auch die US-Administration unter Druck setze und die Freilassung des israelischen Spions Jonathan Pollard im Gegenzug zu einer Fortsetzung der Gespräche mit den Palästinensern fordere.

Bislang hatten US-Verteidigungsexperten und Geheimdienstler immer dagegen gestimmt, den seit mehr als 28 Jahren inhaftierten Pollard - wie von israelischen Politikern erwünscht - freizulassen.